Durch ein besseres Sportangebot Halle lebenswerter machen.

Eine lebenswerte Stadt wird durch verschiedene Faktoren geprägt. Diese sind aber schon lange nicht mehr nur Bedürfnisse, wie Arbeit, Wohnen und Mobilität. Auch wohnortnahe attraktive öffentliche Räume für Kultur und Sport sind für eine lebenswerte Stadt maßgeblich.

Ich bin der Ansicht, dass wir in unserer Stadt ein gutes Angebot an öffentlichen Sportmöglichkeiten für alle Altersgruppen benötigen. Dabei denke ich vor allem an multifunktionale Sportplätze und sogenannte Bewegungsinseln.

Die Stadt Hamburg zeigt zum Beispiel wie es gehen kann und bringt ihr Konzept „Active City” voran. Die Hansestadt investiert im Bereich Sport und nimmt zahlreiche Projekte in Angriff, zum Beispiel kostenfreie Sportangebote in den jeweiligen Bezirken.

Neben der Stadt tragen aber vor allem Sportvereine in hohem Maße zur Sportraumversorgung mit eigenen Sportanlagen bei. Diese Anlagen des Breiten- und Vereinssports vor Ort sind nicht nur Voraussetzungen für Sportaktivität, sondern auch Plattform der örtlichen Gemeinschaft und ein Beitrag zur Aufwertung von Stadtteilen.

Daher sollten Bund, Länder und Kommunen Sportvereine noch umfassender einbeziehen. Denn Vereine sind ein wichtiger Partner in kommunalen Kooperationen sowie lokalen Netzwerken und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft.

Ich setze mich für eine bessere Kooperationen von Sportvereinen und Politik ein. Außerdem will ich, dass Halle auch zu einer „Active City” wird. Denn ein ausreichendes und zeitgemäßes Angebot an öffentlichen Sportmöglichkeiten macht unsere Stadt lebenswerter.

Keine Doppelnutzung der Pferderennbahn

Dieses unnötige Theater um die Doppelnutzung der Pferderennbahn muss schleunigst beendet werden. Hier steht eine Tradition der Stadt Halle, die schon zu DDR-Zeiten tausende Familien auf die Passendorfer Wiesen gelockt hat, in Gefahr, kaputt geredet zu werden. Es ist ein Fakt, dass die Fluthilfemittel an einen Rennbetrieb gebunden sind und auf die Stadt Halle Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe zukommen würden, wenn der Rennbetrieb aufgrund von gut gemeinten, aber wenig vernünftigen Bemühungen einer Konsensfindung zwischen zwei Pferdesportarten eingestellt wird. Mir ist unverständlich, warum weder die Stadtverwaltung, noch die treibenden Fraktionen von SPD und Grünen hinter dem abstrakt angemeldeten Bedarf nach breitensportlichem Reitbetrieb auf die Historie des Halleschen Reitsportvereins blicken und sich durch die angebliche Alternativlosigkeit des Vereins treiben lassen.

Reitsport erfreut sich einer steigenden Beliebtheit in und um Halle und ist durch den Umgang mit Lebewesen nicht nur für Kinder und Jugendliche körperlich förderlich, sondern auch für die Charakterbildung. Nicht zuletzt deshalb ist das Angebot an Reitvereinen in und um Halle sehr groß. Alle werden verantwortungsvoll geführt und führen je nach Ausrichtung entweder zu besonderen Erlebnissen bei den Kindern durch den Umgang mit diesen tollen Lebewesen, oder auch zu sportlich anerkennungswürdigen Erfolgen. Der Reitsportverein verließ aus eigener Entscheidung sein jahreslanges Domizil auf der Heideranch und hat nach Zwischenstationen außerhalb des Stadtgebietes durchaus eine Alternative in Dölau gefunden. Das Konstrukt, einen Reitverein zu gründen und Pferde anzuschaffen, ohne eine eigene oder gepachtete Anlage zu führen, war die Entscheidung der handelnden Personen selbst. Ich fordere alle Beteiligten auf, hier zu einer sachlichen Debatte zurück zu kehren und deutlich zu unterscheiden, wessen Interessen hier zu beachten sind. Pferdesportbegeisterte Menschen haben eine große Auswahl an Reitmöglichkeiten in und um Halle. Für diesen Einzelfall die Zukunft des Galoppsports in Halle aufs Spiel zu setzen halte ich für unangebracht.

Beim Thema Sicherheit darf man nicht wegschauen


Ich traf mich mit Subway-Chefin Ines Banse und suchte das Gespräch mit Markhändlern. Neben dem Thema Sicherheit setzten die Marktanlieger gleich weitere Probleme auf die Agenda.

Sicherheit auf und um den Marktplatz ist ein zentrales Thema, aber bei weitem nicht die einzige Baustelle. Fehlende Toiletten und nicht zu Ende gedachte Ideen machen den Händlern und Gewerbetreibenden zusätzlich Sorgen. Die neue Wache des Ordnungsamtes im Stadthaus begrüße ich, aber das darf nicht alles sein. Zusätzlich müssen Polizei oder vielleicht auch private Sicherheitsfirmen, wie auf dem Weihnachtsmarkt, Hand in Hand arbeiten. So kann im Bedarfsfall schnell reagiert werden. Denkbar wäre eine mobile Polizeistation, nach dem Vorbild vieler anderer Städte. Aber das größte Problem ist, dass beim Thema Sicherheit aktuell weggeschaut wird und zielführende Lösungen nicht im Vordergrund stehen. Die Stadt hat versprochen, hier tätig zu werden und stärkere und häufigere Kontrollen einzuführen. Die Realität ist aber, dass sich zum Beispiel Lieferdienste, Post oder Frauen nicht mehr in die Bereiche um den Markt trauen.

Für mehr Sauberkeit sollte langfristig auch wieder eine zentrale Toilette errichtet werden. Die Geschäfte können sich gerade während Veranstaltungen kaum vor dem Andrang der Passanten retten. Die Händler sehen die festen Markstände kritisch. Es verkompliziert und verteuert die jetzige Situation. Ich denke hier allein an die Parkplatzfrage. Wo sollen die Händler nach dem Entladen Ihre Lieferfahrzeuge abstellen? Das ist nicht zu Ende gedacht. Stattdessen plant die Stadt eine Grünfläche rund um das Händeldenkmal. Das ist vielleicht schön anzusehen, löst aber keines der handfesten Probleme. Ich möchte gemeinsam mit den Betroffenen und Verantwortlichen Lösungen finden.

Silbersack traf IG-Metall Halle-Dessau


OB-Kandidat Silbersack traf sich in Halle am 25. März 2019 mit dem Handwerkerausschuss der örtlichen IG-Metall Vertretung. Zur Debatte standen aktuelle Probleme im Handwerk, aber auch die Zukunft der Stadt

„Wir haben gemeinsam viele aktuelle Problemlagen besprochen, die auch für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt und der Region ausschlaggebend sein werden.

OB-Kandidat Silbersack traf sich in Halle am 25. März 2019 mit dem Handwerkerausschuss der örtlichen IG-Metall Vertretung.

Es wurde auch die Frage aufgeworfen, weshalb die Stadt auf einen Wirtschaftsdezernenten verzichtet, der die Region vernetzt und somit gemeinsame Projekte, wie Gewerbegebiete mit mehreren Kommunen, im Umland anstößt und zugleich Ansprechpartner für die Gewerbe in Halle ist. Nur so kann Wirtschaft wirklich Chefsache werden. Das Thema ist zu wichtig, um einfach neben her bearbeitet zu werden. Wir brauchen im Land endlich ein Azubi-Ticket, um es jungen Menschen zu ermöglichen kostengünstig in den Betrieb und zur Berufsschule zu gelangen. Und wir müssen Ausgründungen aus der Universität unterstützen, hier schlummert ungenutztes Potential. Neben dem Fachkräftemangel, der in vielen Betrieben bereits stark zu spüren ist, ging es natürlich auch um die Digitalisierung, die viele Jobs in der Zukunft betreffen wird. Vielleicht müssen wir uns vor Ort auch für die Änderung der Rahmenbedingungen bei Ausschreibungen einsetzen. So könnten mehr Handwerksbetriebe aus der Region Zuschläge für kommunale Aufträge erhalten und die Wertschöpfung bleibt in der Region. Es ist mir sehr wichtig mich mit den Menschen und direkt betroffenen intensiv auszutauschen. Das geht nur in einem Miteinander. Deshalb habe ich natürlich auch ein offenes Ohr für aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich“, sagte Silbersack nach dem Treffen.

Die Menschen nicht vor den Kopf stoßen

Ich setze mich für eine einvernehmliche Lösung in der Garagenfrage in Halle-Neustadt ein

Die Stadt muss im Streit mit den Garagenbesitzern in Halle-Neustadt einen Konsens finden. Die Eigentümer haben vor Jahrzehnten im guten Glauben und auf Grundlage von damals gültigen Gesetzen eine Bebauung vorgenommen. Weder eine weitere willkürliche Frist zur Nutzung auf 15 oder 30 Jahre sind zielführend. Noch die von der Verwaltungsspitze avisierten Umwandlungen in Verträge, die zu jeder Zeit kurzfristig kündbar wären, sind hier eine in meinen Augen vertretbare Lösung. Hier muss man dem historischen Werdegang Rechnung tragen und individuelle Einzelverträge abschließen. Die Eigentümer aus DDR-Zeiten müssen ihre Garagen auf Lebenszeit behalten können, sonst geht ihr Vertrauen in die Politik vollständig verloren. Damit verbunden ist ein Verkaufsverbot sowie der Ausschluss des Weitervererbens. Eigentümer, die nach der Wende gekauft haben, unterliegen diesem besonderen Schutz nicht. Für diese tritt das BGB in Kraft, also Pachtverträge mit überschaubarer Kündigungsfrist. Damit wird zugunsten der Menschen vor Ort eine mögliche Veräußerung der Grundstücke an Investoren in eine Zeit verschoben, in der es keine Verletzung von Eigentumsempfinden der ehemaligen DDR-Bürger mehr gibt. Die Stadt kann dann immer noch zu jeder Zeit entscheiden, ob die Garagenkomplexe als solche erhalten bleiben sollen oder einer anderen Nutzung zugeführt werden. Alles andere ist den betroffenen Menschen nicht vermittelbar.

Gegen pauschale Verkaufsverbote

Das von Ver.di geforderte pauschale Verbot zur Sonntagsöffnung ist leider kurzsichtig und im Jahr 2019 nicht mehr zeitgemäß. Wir wollen und müssen die Innenstädte attraktiver machen und es den Händlern ermöglichen im Wettbewerb mit dem Onlinehandel ein kleines Stück gleichzuziehen. Die Internetangebote stehen schließlich rund um die Uhr zur Verfügung und sind eine enorme Bedrohung für die klassischen Geschäfte. Kein Händler wird gezwungen rund um die Uhr zu verkaufen. Die Sonntagsöffnung, an einigen ausgewählten Tagen, soll lediglich ein Zusatzangebot sein.

Richtigstellung zu BILD-Bericht „Spielen Sie falsch, Herr Silbersack?“

Unterstellungen von Interessensvermischung haltlos und falsch

(FDP Halle, Team Silbersack) Die Berichterstattung in der Bild-Zeitung von heutigem Tage (27.02.2019) beruht auf falschen Angaben. Dort wird über zeitliche Zusammenhänge in Bezug auf die öffentliche Förderung des „Sportparadieses“ berichtet, die schlicht nicht den Tatsachen entsprechen, so das Büro des OB-Kandidaten Andreas Silbersack.

„Es ist richtig, dass ich mich an den Sportausschuss als Vorsitzender des USV für Fördermittel für das Vorhaben Sportparadieses gewendet habe. Der USV benötigt dringend Hallenkapazitäten. Das Sportparadies bietet die Gelegenheit, dieses Problem zu lösen. Die Stadt konnte so etwas für den Breitensport tun. Gleichzeitig wurde eine Bauruine verhindert.“, so der OB-Kandidat Silbersack. Ihm gehe es um die Entwicklung der Stadt insgesamt.

Falsch ist jedoch der in BILD hergestellte zeitliche Zusammenhang: Es gibt keine zeitliche Überschneidung zwischen den Ermittlungen gegen Herrn Lischewski und dem Engagement von Andreas Silbersack für das Sportparadies. „Mein Engagement im Sportausschuss fand 2015 statt, wie auch in zahlreichen Presseveröffentlichungen zu lesen ist. Der Pachtvertrag mit dem USV wurde 2016 geschlossen. Das Risiko lag und liegt weiterhin allein beim Investor, denn der Pachtvertrag sieht vor, dass Zahlungen des USV erst nach Schlüsselübergabe erfolgen, also nach Fertigstellung des Bauprojekts.“ Zu diesem Zeitpunkt gab es keine Ermittlungen gegen Herrn Lischewski. Im November 2017 hat Andreas Silbersack im Sportausschuss nochmal zum Baufortschritt des Vorhabens Stellung genommen.

Ein weiteres Auftreten von Herrn Silbersack in Sachen Sportparadies zu weiteren Fördermitteln fand nicht statt. Auch die Auszahlung der ersten Fördergelder liegt lange davor.

Wie durch die Presse ebenfalls bereits berichtet wurde, haben die Ermittlungen gegen Herrn Lischewski nichts mit dessen Engagement für das Sportparadies zu tun. Die Interessen des USV waren jederzeit gewahrt, da aufgrund der Klausel im Pachtvertrag kein finanzielles Risiko für diesen bestand. Jan Meusel, Vorstand im USV, betont ebenfalls die Bedeutung der  Sporthalle für den USV: „Eine Erweiterung der Sporthallenkapazitäten in Halle ist für uns unverzichtbar. Bei der Kooperation mit dem Sportparadies geht es vor allem darum, etwas Positives für den Breitensport in der Stadt zu erreichen. Viele andere Vereine hoffen wie wir auf eine baldige Fertigstellung.“

Zurückgewiesen wird auch die Unterstellung, es gäbe eine Vermischung verschiedener Interessen. „Es wird auch sichergestellt, dass ich im Falle einer Wahl als Oberbürgermeister der Stadt Halle nicht für die Kanzlei tätig sein werde“, betont Andreas Silbersack. Bis dahin bin ich aber mit meiner Kanzlei Teil des Wirtschaftsstandortes Halle und der Region.

„Die weitere Behauptung, dass sich das Finanzamt für mich interessieren würde wegen der Beteiligung an der KSN GmbH kann ich nicht bestätigen. Mein Steuerbüro hat keine Anfrage oder Aufforderung seitens des Finanzamtes erhalten, ich ebenso wenig“, so Silbersack abschließend. Er glaube auch an die Zukunft Halles und den Wirtschaftsstandort. Dies sei auch der Grund, für seine persönlichen Investitionen in Halle.

Ich fordere einen ehrlichen Stadthaushalt

Der aktuelle Haushaltsentwurf geht in einigen Teilen von unrealistischen Annahmen aus. Aufgrund solcher Risiken genügt er nicht den Ansprüchen an den Grundsatz der Haushaltsklarheit und -wahrheit. Große Sorge macht mir zum Beispiel die massive Kürzung der sogenannten „Hilfen zur Erziehung für Minderjährige“ (HzE). Ab dem Haushaltsjahr 2018 wurde der tatsächliche Bedarf mit mindestens 10 Mio. Euro pro Jahr geringer angesetzt, als eigentlich für diesen elementaren Bereich notwendig sind. In der Beschlussvorlage vom 29.10.2018 muss nun der Stadtrat nachträglich sogar knapp 14 Mio. Euro genehmigen, um diesen Posten für gefährdete Kinder, die den Schutz des Staates benötigen, zu finanzieren. Das lässt leider nur den Schluss zu, dass hier auf dem Papier bewusst die Zahlen niedrig gerechnet wurden, um mit diesem Trick einen angeblich ausgeglichenen Haushalt vorzuzeigen. Danach wird einfach eine überplanmäßige Auszahlungen für diesen Bereich auf den Weg gebracht. Die Zahlung der HzE ist eine Pflichtaufgabe für die Stadt. Daher kann man auch eine seriöse Planung erwarten und keine Haushaltskosmetik, um den Haushalt schön zu rechnen. Alles andere ist Augenwischerei und eine gefährliche Entwicklung.

Aufsichtsrat der TOOH sollte sich von Intendanten nicht nötigen lassen

Die öffentlichen Meinungsäußerungen der Intendanten Florian Lutz (Oper) und Matthias Brenner (Schauspiel) zu Personalangelegenheiten der TOOH-Geschäftsführung sind äußerst befremdlich und schaden der Oper Halle nachhaltig, auch über die Grenzen der Stadt hinaus. Der Aufsichtsrat sollte sich von den beiden Angestellten des städtischen Unternehmens nicht nötigen lassen. Der Versuch der Erpressung durch Androhung der Nichtverlängerung der Verträge durch die künstlerischen Leiter wirkt etwas seltsam. Immerhin muss sich der Aufsichtsrat selbst noch eine Meinung über eine mögliche Verlängerung bilden. Und da müssen die Umstände der zurückgehenden Zuschauerzahlen und des eigenmächtigen Überschreitens des Budgets durch die Intendanten durchaus eine Rolle spielen, bei aller überregionalen Beachtung, die beide Häuser durch die künstlerische Arbeit erhalten.

Es sei zudem daran erinnert, dass Herr Rosinski als Geschäftsführer einen Konsolidierungsprozess erfolgreich gestaltet hat, der in Folge der Kürzung der Landesförderung seitens der Stadt für notwendig befunden wurde. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TOOH, Theater-und Opernfreunden, Ministern, Stadträten, Bürgermeistern und Abgeordneten, hat er sich für eine Erhöhung der Theaterfinanzierung engagiert – und auch das schließlich mit großem Erfolg. Die durch den Oberbürgermeister ins Spiel gebrachte Rückabwicklung der TOOH ist meines Erachtens ein Ausweichen vor den menschlichen Problemen dort. Die GmbH wurde damals nicht umsonst gegründet und sicherte der Stadt ein weiterhin breites Angebot der Hochkultur. Vielleicht sollte man statt dessen noch einmal beiden Seiten ihre Rolle in dieser GmbH erläutern, so dass es zu keinen Kompetenzrangeleien kommt und deutlich verlangen, von beiden Seiten, sich an ihre jeweiligen Aufgabengebiete zu halten. Es gibt da gute Mediationskonzepte. Dann steht es jeder Partei frei, sich dem zu beugen oder sich woanders zu engagieren.

Zum Umgang mit dem Präsidenten des Halleschen Fußballclubs

Ich bin entsetzt über den Umgang unseres aktuellen Stadtoberhauptes mit dem Präsidenten des Halleschen Fußballclubs, Dr. Michael Schädlich. Seine Stasi-Vergangenheit ist seit Jahren kein Geheimnis. Die Öffentliche Hand hat das bisher nicht davon abgehalten, mit dem HFC zusammen zu arbeiten. Auch für den Oberbürgermeister wurde das offensichtlich erst zum Problem, nachdem Herr Schädlich bei ihm in Ungnade gefallen ist.

Es ist schäbig, das jetzt zu instrumentalisieren, um eine erneute Kandidatur zu verhindern. Der HFC hat Herrn Schädlich sehr viel zu verdanken. Er gehört zu den wenigen Ost-Vereinen, der nicht zwischenzeitlich in Insolvenz gehen musste und sich mittlerweile im Profifußball seit Jahren fest etabliert hat. Dies war auch ein Verdienst seines Präsidenten.

Die direkte Einmischung eines Oberbürgermeisters in die Angelegenheiten eines Sportvereins ist gelinde gesagt ungewöhnlich. Offensichtlich stehen hier persönliche Ressentiments und Machtspielchen im Vordergrund. Ich würde mich nicht wundern, wenn die neuen Stasi-Vorwürfe bewusst als Teil einer Intrige gestreut wurden. Da hat die PR-Maschinerie im Rathaus ganze Arbeit geleistet. Man kann durchaus diskutieren, ob ehemalige IMs in öffentliche Ämter gehören. Diese Diskussion gehört jedoch an den Beginn eines solchen Amtes und nicht erst dann, wenn man denjenigen aus dem Amt vertreiben will.