Anarchie in Halle

Sie ignorieren das Recht, verstecken sich aber dahinter bei der drohenden Räumung. Sie drohen die Besetzung weiterer Häuser an, betreten schließlich widerrechtlich ein weiteres, um ihre Botschaften an dessen Fassade zu entrollen. Die Stadt wird mit gesprühten Botschaften und Aufklebern übersät. Der Gipfel wird erklommen, als sie am Dienstag auf einen Kran der Baustelle der HWG kletterten, wo sie schließlich herunter gerettet werden mussten. Auch hier wird ihr gutes Recht plötzlich wieder wichtig, indem sie sich weigern, ihre Personalien mitzuteilen. Und wie reagiert unsere Stadtspitze? Sie bietet diesen Leuten auch noch an, an der Konzepterstellung für die weitere Eroberung von Freiräumen mitzuwirken?

Warum auch das noch, versteht bald kein rechtschaffender Bürger mehr in dieser Stadt. Ich vermisse einen einzigen öffentlichen Aufruf des Capuze e.V., in dem er sich von diesen kriminellen Dingen distanziert. Ich habe auch keine öffentlich wahrnehmbare Mahnung zur Gewaltfreiheit im Zusammenhang mit der Räumung herausgehört von dieser Seite. Wenn der Capuze e.V. die Kontrolle über seine Unterstützer verloren hat und auch nichts dafür unternimmt, dass diese Vorgänge in der Stadt aufhören, dann disqualifiziert er sich für die Mitarbeit in jeglicher Arbeitsgruppe der Stadt Halle, die Zukunftsvisionen entwickeln soll.

Ein Oberbürgermeister, der diese Leute nicht nur duldet in ihrem Tun, sondern auch noch aufwertet durch sein Handeln, vertritt nicht die Interessen der Menschen, die sich hier an Recht und Gesetz halten. Ich fordere die Stadtspitze dazu auf, umgehend die Zusammenarbeit mit dieser Gruppierung einzustellen und sich lieber darauf zu konzentrieren, die Anarchie in diesem Bereich zu beenden.