Andreas Silbersack gibt offiziell seine Kandidatur zur Wahl des Oberbürgermeisters in Halle (Saale) bekannt

Andreas Silbersack (FDP) wird als Kandidat im Herbst 2019 zur Oberbürgermeisterwahl antreten und dabei von der FDP und CDU unterstützt werden. Am 10. August beschloss ein Parteitag der CDU Halle mit großer Mehrheit ihn zu unterstützen. Der Kreisvorstand der FDP Halle wählte Silbersack am 15.8. einstimmig zum Kandidaten. Dies stellt ein Novum in der politischen Geschichte der Stadt Halle dar. Noch nie zuvor verständigten sich beide Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten. 

Andreas Silbersack wurde 1967 in Halle (Saale) geboren, ist verheiratet und Vater von drei Kindern. sein Abitur legte er am Thomas-Müntzer-Gymnasium in Halle ab, studierte Jura in Bonn und arbeitete seit 1997 als Rechtsanwalt in Halle (Saale). Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Kanzlei SMK-Rechtsanwälte.

Im Ehrenamt engagiert er sich als Präsident des Landessportbundes Sachsen-Anhalt, als Vorstandsvorsitzender des Trägervereins des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt, als Vizepräsident von Special Olympics Deutschland und als Vorstandsvorsitzender des USV Halle. Außerdem ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Winzervereinigung  Saale-Unstrut eG.

Zu seiner Motivation sagte Silbersack: „Ich bin ein waschechter Hallenser und lebe mit meiner Familie gern und bewusst hier. Es bereitet mir aber Sorgen, wie die aktuelle Stadtpolitik große Risse in der Stadtgesellschaft hinterlässt. Dagegen kann und werde ich etwas tun. Halle hat so viele ungenutzte Potentiale, die man insbesondere durch bessere Kommunikation zur Landeshauptstadt und zum Umland heben könnte. Halle ist keine Burg, die sich gegen innere und äußere Feinde verteidigen muss, sondern ein zentraler Teil eines Wirtschafts- und Lebensraums in Mitteldeutschland. Dieses Selbstverständnis muss allerdings auch gelebt werden.“

Zu Beginn seiner Kandidatur zeichnet er drei wichtige Themenschwerpunkte:

  1. Die intensive Einbettung der Stadt Halle in den Mitteldeutschen Raum und Nutzung der Potentiale durch mehr Vernetzung.
  2. Die Wiederherstellung des sozialen Friedens in der Stadt durch die nachhaltige Bekämpfung der bundesweit überdurchschnittlichen Kinderarmut in den westlichen und südlichen Stadtteilen.
  3. Die spürbare Verbesserung des Wohlbefindens für die Menschen auf den Straßen und Plätzen der Stadt in allen Stadtteilen, auch in den Abend- und Nachtstunden.

„Dies stellt natürlich noch kein vollständiges Programm dar“, so Silbersack. „In den kommenden Wochen und Monaten starten wir einen breiten Dialog mit Multiplikatoren in der Stadt und fügen Schritt für Schritt weitere Themen hinzu.“

Die FDP hatte seit Uwe Lühr im Jahr 1994 keinen offiziellen Kandidaten für eine Oberbürgermeisterwahl mehr. „Es gab dann noch einmal einen Einzelkandidaten, der der FDP angehörte. Ansonsten gab es hin und wieder Fürsprachen für Kandidaten anderer Parteien.“, so der Kreisvorsitzende Frank Sitta. „Umso mehr freut es uns, dass wir in unseren Reihen nun eine so überzeugende Persönlichkeit haben, die auch von einer weiteren schwergewichtigen politischen Kraft in Halle mitgetragen wird“. Für Sitta ist Silbersack jedoch nicht ausschließlich ein Kandidat des sogenannten bürgerlichen Lagers: Andreas Silbersack ist mit seiner Persönlichkeit und seiner starken Verankerung ein Kandidat, der in vielen Teilen unserer Stadt ein hohes Ansehen genießt. „Die einen nennen ihn umtriebig, ich nenne ihn nahbar und auf jedem Parkett zu Hause, egal ob auf dem Sportplatz, in einem Unternehmen oder gesellig beim Bier, Andreas ist immer einer wie Du und ich“, so Sitta.

Für die CDU ist die Nominierung eines FDP-Kandidaten ebenfalls ein Novum. „Wir haben uns die Entscheidung auch nicht leicht gemacht, es wurde viel diskutiert. Letztlich gab es aber eine breite Unterstützung der Partei. Bei der aktuellen Lage der Stadt darf es aber nicht um Parteizugehörigen oder Egoismen gehen. Wir wollen einen starken Kandidaten, der auf Sieg setzt. Ich bin überzeugt, dass wir diesen mit Andreas Silbersack nun haben.“ erklärt Marco Tullner, Kreisvorsitzender der CDU-Halle.

Als wir die Gespräche zwischen CDU und FDP begannen, war die Personalie völlig offen. „Es bestand aber das gemeinsame Interesse einen starken Kandidaten aus der Mitte unserer Stadt zu finden, der ohne Ideologie dafür aber mit Pragmatismus die Probleme der Stadt nicht nur benennt, sondern sie auch löst“, so Tullner. Es komme nun darauf an, gemeinsam mit den Bürgern der Stadt eine klare Zukunftsvision für Halle zu entwickeln.