Bessere Zusammenarbeit bei Kunst und Kultur

Letzte Woche habe ich mich mit Thomas Bauer-Friedrich, dem Direktor des Kunstmuseums Moritzburg getroffen. In unserem Gespräch ging es um die Entwicklung des Kunstmuseums.


Welche Rolle die Moritzburg für unsere Stadt spielt, müsste jedem spätestens nach der erfolgreichen Klimt-Ausstellung bewusst sein. Die Ausstellung hat über 90.000 Besucher aus dem In- und Ausland nach Halle gelockt. Das war eine tolle Möglichkeit für unsere Stadt, sich von der besten Seite zu präsentieren. Auch andere Bereiche, wie Hotellerie, Gastronomie und der Einzelhandel profitieren von solch einen Andrang. Daher ist eine besondere Wertschätzung von Seiten der Stadt angebracht. Das mindeste sind die vertraglich festgelegten Zahlungen an die Moritzburg und keine juristische Auseinandersetzung darüber, ob Halle nun zahlen müsse oder nicht. 
Ich will mich für eine bestmögliche Kommunikation zwischen der Stadt und der Moritzburg, aber auch anderen Kunst- und Kultureinrichtungen einsetzen, in der es nicht ausschließlich ums Geld gehen soll, sondern über eine tatsächliche Einbettung in die Angebote der Stadt.
Bauer-Friedrich kritisierte vor allem die schlechte Infrastruktur in unserer Stadt. Die vorhandenen Parkplätze würden den Besucherzahlen nicht gerecht werden. Weiterhin gibt es zu wenig Betten und gastronomische Einrichtungen in Halle. Zudem ist mit dem Riebeckplatz und der Leipziger Straße das „Einfallstor“ unserer Stadt sehr abschreckend.
All diese Themen beschäftigen mich auch schon lange. Der Riebeckplatz muss konsequent umgestaltet werden. Die gute ICE-Anbindung muss diesbezüglich mehr genutzt werden. Tagungs- und Kongressräumen auch für überregionale Veranstaltungen fehlen. Auch die Parkplatzsituation muss sich entspannen. Dazu gehört schon eine bessere Ausschilderung und Erreichbarkeit der bereits vorhandenen Parkplätze. Die Bereiche Hotellerie und Gastronomie beruhen auf Freiwilligkeit. Jedoch kann die Stadt Anreize schaffen und gezielt auf Partner zu gehen und vielleicht die eine oder andere bürokratische Hürde senken.
Für die Zukunft ist es unerlässlich, eine bessere Kommunikation mit den Vertretern von Kunst- und Kultur unserer Stadt zu pflegen. Sie bringt der Stadt viele Gäste von außerhalb und ist ein Baustein für die Bürger um zu sagen: Ich bin stolz auf mein Halle.