Keine Doppelnutzung der Pferderennbahn

Dieses unnötige Theater um die Doppelnutzung der Pferderennbahn muss schleunigst beendet werden. Hier steht eine Tradition der Stadt Halle, die schon zu DDR-Zeiten tausende Familien auf die Passendorfer Wiesen gelockt hat, in Gefahr, kaputt geredet zu werden. Es ist ein Fakt, dass die Fluthilfemittel an einen Rennbetrieb gebunden sind und auf die Stadt Halle Rückzahlungsforderungen in Millionenhöhe zukommen würden, wenn der Rennbetrieb aufgrund von gut gemeinten, aber wenig vernünftigen Bemühungen einer Konsensfindung zwischen zwei Pferdesportarten eingestellt wird. Mir ist unverständlich, warum weder die Stadtverwaltung, noch die treibenden Fraktionen von SPD und Grünen hinter dem abstrakt angemeldeten Bedarf nach breitensportlichem Reitbetrieb auf die Historie des Halleschen Reitsportvereins blicken und sich durch die angebliche Alternativlosigkeit des Vereins treiben lassen.

Reitsport erfreut sich einer steigenden Beliebtheit in und um Halle und ist durch den Umgang mit Lebewesen nicht nur für Kinder und Jugendliche körperlich förderlich, sondern auch für die Charakterbildung. Nicht zuletzt deshalb ist das Angebot an Reitvereinen in und um Halle sehr groß. Alle werden verantwortungsvoll geführt und führen je nach Ausrichtung entweder zu besonderen Erlebnissen bei den Kindern durch den Umgang mit diesen tollen Lebewesen, oder auch zu sportlich anerkennungswürdigen Erfolgen. Der Reitsportverein verließ aus eigener Entscheidung sein jahreslanges Domizil auf der Heideranch und hat nach Zwischenstationen außerhalb des Stadtgebietes durchaus eine Alternative in Dölau gefunden. Das Konstrukt, einen Reitverein zu gründen und Pferde anzuschaffen, ohne eine eigene oder gepachtete Anlage zu führen, war die Entscheidung der handelnden Personen selbst. Ich fordere alle Beteiligten auf, hier zu einer sachlichen Debatte zurück zu kehren und deutlich zu unterscheiden, wessen Interessen hier zu beachten sind. Pferdesportbegeisterte Menschen haben eine große Auswahl an Reitmöglichkeiten in und um Halle. Für diesen Einzelfall die Zukunft des Galoppsports in Halle aufs Spiel zu setzen halte ich für unangebracht.