Wohlfühlen in der Stadt

Gemessen an den Straftaten pro 100.000 Einwohner zählt Halle zu den unsichersten Städten in Deutschland und belegt im Bundesranking Platz 6.

Statistisch gesehen geht die Anzahl der Straftaten insgesamt im Land zurück. Dabei gibt es jedoch einen deutlichen Anstieg der sogenannten Rohheitsdelikte wie beispielsweise Körperverletzung. Dabei gibt es laut Polizeistatistik kein besonders auffälliges Gebiet in Halle. Fragt man die Hallenser, fallen ihnen jedoch sofort Gebiete ein, in denen sie sich insbesondere nachts nicht so gern allein bewegen. Leider gehört unser hallesches Wohnzimmer, der Marktplatz, auch dazu. Aber auch die Peißnitz oder das Gebiet rund um den Bahnhof stehen immer wieder durch versuchte oder vollendete Überfälle in den Medien. Halle ist nicht nur Kulturhauptstadt, sondern inzwischen auch Hauptstadt der Fahrraddiebstähle und um diesen Titel wird sich wohl auch keine andere Stadt freiwillig bewerben.

Anhaltend gibt es verschiedene Konflikte zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, die durch die Stadtspitze schlecht oder gar nicht moderiert werden. Beispielhaft seien hier die  Bewohner der Schlosserstraße oder die nächtlichen Besucher am Landesmuseum gemeint.  Hier muss einerseits ein stringentes und verlässliches Handeln der Ordnungs- und Sicherheitsbehörden erfolgen. Das eigene Ordnungsamt muss personell verstärkt werden. Beim Land werde ich mich als Oberbürgermeister für eine höhere Polizeipräsenz einsetzen. Denkbar wäre sogar die Verlegung einer ganzen Staffel nach Halle. Neben der Durchsetzung bestehender Regeln und Normen braucht es jedoch auch Vermittlung in den Bereichen, in denen es Konflikte gibt, die nicht immer mit dem Gesetzesbuch zu lösen sind. Hierbei muss die Stadt Ihren Bürgern glaubhaft Verständnis entgegen bringen. Oftmals hilft es, im Dialog mit den Beteiligten mehr Wert auf verbindliche Absprachen zwischen den Fronten zu legen, als darauf, dass die Presse darüber auch berichtet.

Die Stadt hat die Aufgabe, dass sich ihre Bürger sicher und wohl fühlen. Dafür werde ich mich einsetzen.