Bildung

Halle nimmt bundesweit mit 33,4% den drittletzten Platz ein von Kindern mit Hartz IV Bezug. Dieser Zustand ist unverändert trotz Verbesserungen auf dem halleschen Arbeitsmarkt. Damit will und kann ich mich nicht zufrieden geben. Neben der Einkommensverbesserung der Familien ist Bildung die beste Voraussetzung, um dieser Armut zu entkommen. Hierbei ist Chancengerechtigkeit eine zentrale Aufgabe der Schulen und Kindergärten. Nicht alle Kinder sind gleich, aber jedes Kind muss die gleichen Chancen haben, sich in einer sich verändernden Welt bestmöglich zu entwickeln. Ein zentraler Baustein der Chancengerechtigkeit sind modern ausgestattete Bildungseinrichtungen. Dazu gehört neben sanierten Gebäuden vor allem eine zeitgemäße technische Ausstattung von allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen, als eine Grundvoraussetzung für bessere Bildung und berufliche Qualifikation. Deshalb sind digitale Kompetenzen auch an die Lehrkräfte zu vermitteln und Bildungseinrichtungen flächendeckend mit moderner Technik (Hard- und Software) auszustatten. Das Investitionsprogramm Bildung 2022 muss zügig umgesetzt werden.

Nach der Schule kommt Ausbildung oder Studium. Ich will, dass Schüler gut zugängliche Beratungs- und Orientierungsangebote erhalten. So ermöglicht man den Schülern einen koordinierten Übergang. Regionalen Betrieben wird es ermöglicht, besseren Zugang zu qualifizierten Nachwuchs zu finden.

Ich stehe für die Trennung der misslungenen Strukturkrücke Fachbereich Bildung wieder in ein Jugendamt und ein Schulamt mit arbeitsfähigen Amtsleitern und Verantwortungsstrukturen. Die Zusammenführung der vergangenen Jahre hat sich nicht bewährt. Beide Ämter bleiben in einem gemeinsamen Dezernat, in das auch das jetzige Dienstleistungszentrum Familie wieder einsortiert wird.