Friedliches Zusammenleben durch Integration

In der legalen Zuwanderung von gut ausgebildeten, leistungs- und integrationsbereiten Menschen sehe ich für unsere Stadt eine Chance. Sie kann ein Mittel sein, um die demographische Entwicklung zu verbessern und den Fachkräftemangel zu überwinden. Ich nehme aber auch die Herausforderungen ernst, die mit der Integration von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen verbunden sind.

Dazu gehören die Vermittlung von Werten und das friedliche Zusammenleben zwischen den Kulturen. Der Grundsatz der Integration ist Fördern und Fordern. Die deutsche Sprache ist der entscheidende Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Ich erwarte den Willen und die Bereitschaft unsere Sprache zu lernen, um Parallelgesellschaften zu verhindern. Daher halte ich verpflichtende Deutschkurse für sinnvoll, welche Beispielsweise über die Volkshochschulen organisiert werden können. An diesen sollten alle Familienmitglieder teilnehmen müssen.

Auch die Konzentration von ausländischen Bevölkerungsgruppen in einzelnen Stadtteilen halte ich für wenig zielführend. Sie behindert die Integration und führt stattdessen zu abgeschotteten Parallelgesellschaften. Ich befürworte die freie Ausübung der Religion, egal welcher. Wenn jedoch aufgrund einer Bevölkerungskonzentration beispielsweise das islamische Gebetshaus in Halle-Neustadt eine Dimension erreicht, die auf die einheimische Bevölkerung zu Recht oder zu Unrecht, bedrohlich wirkt, dann muss man hier klug lenken. Integrationsfördernder sind kleinere und dafür mehr islamische Gemeinden, die auch in besseren Kontakt mit ihrem Umfeld, in dem sie sich befinden, treten können.