Wirtschaft

Ich setze mich für die Förderung von klein- und mittelständischen Unternehmen ein. Diese Unternehmen bilden nach wie vor das Rückgrat unserer Wirtschaft. Bei allem Kümmern um Neuansiedlungen dürfen die bestehenden Unternehmen nicht aus dem Blick geraten.

Viele Unternehmer stehen jedoch kurz vor der Rente und suchen Nachfolger für ihre Unternehmen. Ich will daher Initiativen unterstützen, die junge Fachkräfte mit Selbstständigen zusammenbringen und so den Generationenwechsel in Unternehmen fördern. Dabei denke ich an den Ausbau von Netzwerken zwischen den Kammern (IHK und HWK), Unternehmen und Schulen.

Halle darf sich nicht selbst isolieren, sondern muss sich als Bestandteil einer Region verstehen. Eine enge Vernetzung mit der Landeshauptstadt, dem Saalekreis, Leipzig und Berlin ist dringend notwendig. Dafür muss man mit den Partnern auf Augenhöhe kommunizieren um positive Verbindlichkeiten herzustellen. Mein Ziel ist ein wirtschaftliches Profil mit dem Umland, das den Standortvorteil aus der angesiedelten Logistikbranche zieht und damit Chemie- und Wissenschaftsstandort stärkt. Zusammenarbeiten der kommunalen Gremien wie gemeinsame Sitzungen der Hauptausschüsse der Stadt und des Saalekreises sind förderlich für die Zusammenarbeit und werden von mir unterstützt.

Die hallesche Grund- und Gewerbesteuern haben einen der höchsten Stände in Sachsen-Anhalt. Dennoch hat im Jahr 2017 Halle (57,7Mio. €) nur die Hälfte der Gewerbesteuereinnahmen im Vergleich zur Landeshauptstadt Magdeburg (108Mio.€) erzielt. Und das bei fast identischer Einwohnerzahl. Das zeigt, dass die extrem hohe Grund- und Gewerbesteuern lediglich Investoren abschrecken. Um neue wirtschaftliche Anreize zu setzen und unsere Stadt attraktiver zu machen, braucht es eine Angleichung der Gewerbesteuer-Hebesätze an den Saalekreis

Der Abbau von Bürokratie ist dringend erforderlich. Aktuell hemmt die Bürokratie vor allem die Gründung von Unternehmen und somit die Wirtschaft. Ich setze mich für ein „One-Stop-Verfahren“ ein. Bei dieser zentralen Behörde sollen Unternehmer alle Formalitäten schnell abwickeln können. Bürokratische Hürden, die nicht als zwingend notwendig erachtet werden, müssen beseitigt werden.

Vorhandene Gewerbegebiete müssen erschlossen und unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werden. Dazu gehören eine gute digitale Infrastruktur, ein einwandfreier Zustand der hiesigen Straßen und eine ausreichende ÖPNV-Anbindung. Mit dem Lückenschluss der A 143 sehe ich ein großes Potential für das Gewerbegebiet in Halle-Neustadt. Neue Gewerbegebiete müssen stadtnah errichtet werden. Ich würde Halle für den Status einer Modellregion vorschlagen, in der man bestimmte gesetzliche Vorgaben auch mal einfacher und schneller abwickeln kann. Das kann beispielsweise bei Existenzgründungen eine Befreiung von Dokumentationspflichten in den ersten zwei Jahren sein oder auch von Steuervorauszahlungen. Halle muss ein attraktiver Ort für Gründer werden. Die Innenstadt muss neue Belebungskonzepte erfahren. Alternative Nutzungen zum Einzelhandel insbesondere am oberen Boulevard sind zu unterstützen.